Offizielle Erklärung von ALLATRA zur Falschdarstellung eines Fotos in den Medien

13 August 2026

ALLATRA hält es für notwendig, die Umstände von Veröffentlichungen zu klären, in denen ein zuvor von ukrainischen Strafverfolgungsbehörden freigegebenes Foto dazu verwendet wurde, die falsche Behauptung zu verbreiten, dass in den Räumlichkeiten der Organisation in der Ukraine Sprengstoff und Waffen entdeckt worden seien.

Diese Berichterstattung ist falsch und verleumderisch. Wie im Gerichtsurteil festgestellt, stützten sich die ukrainischen Behörden bei ihren Ermittlungen gegen ALLATRA auf unzutreffende Informationen. Das Gericht erließ anschließend eine Entscheidung, mit der die aufgrund dieser Informationen entstandenen Verdachtsmomente widerlegt wurden.


Die Fakten

Auf dem Foto sind mehrere Schusswaffen, Bargeld, ein Reisepass und ein Gegenstand zu sehen, der einem Sprengsatz an einer Uhr ähnelt. Dieser Gegenstand ist jedoch kein echter Sprengkörper und stellt keinerlei Gefahr dar. Es handelt sich um einen harmlosen Souvenirartikel, der im freien Verkauf erhältlich ist und häufig als „Filmrequisite“ vermarktet wird (siehe hier und hier). Er dient ausschließlich der Imitation eines Sprengsatzes und kann nur als Wecker funktionieren. Das Foto zeigt daher keinen echten Sprengkörper.

Die sechs auf dem Foto abgebildeten Schusswaffen waren lizenziert und befanden sich im rechtmäßigen Besitz verschiedener Personen, von denen einige ALLATRA-Teilnehmer waren. Die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmten die Waffen bei Hausdurchsuchungen. Diese Durchsuchungen waren Teil der Untersuchung der Behörden gegen ALLATRA, die laut einem ukrainischen Gerichtsbeschluss auf unrichtigen Informationen beruhte (hier).

Die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden fotografierten den Souvenir-Wecker, der einem Sprengkörper ähnelte, sowie die Schusswaffen zusammen mit einem Reisepass und Bargeld, um den Eindruck gefährlicher und subversiver Aktivitäten zu erwecken. Mehrere Medien berichteten, dass diese Gegenstände in einem ALLATRA-Büro entdeckt worden seien, doch keine offizielle Erklärung der ukrainischen Strafverfolgungsbehörden enthielt eine solche Behauptung.

Medienberichte ergänzten das inszenierte Foto mit übertriebenen Behauptungen.

Der Begriff „Sprengstoff“ tauchte erstmals in einem am 2. November 2023 von Babel.ua veröffentlichten Artikel auf. Die in dem Artikel zitierte offizielle Pressemitteilung des ukrainischen Innenministeriums enthält jedoch keine derartige Behauptung.

Ebenso hatte Seznam Zprávy am 19. Dezember 2023 als erstes Medium berichtet, dass dieses Foto aus dem „Kiewer Zentrum“ von ALLATRA stamme, obwohl die ukrainischen Behörden keine derartigen Aussagen getroffen hatten.

ALLATRA weist jeden Versuch, die Organisation mit Waffen oder Sprengstoffen in Verbindung zu bringen, kategorisch zurück.

Wir fordern Medienorganisationen auf, die Verbreitung unrichtiger Informationen einzustellen und bereits veröffentlichte Materialien so zu korrigieren, damit diese die Tatsachen korrekt wiedergeben.