Arbeitstreffen mit dem stellvertretenden Minister für Ökologie und natürliche Ressourcen der Republik Kasachstan: Im Fokus stehen die Ursachen für die Verflachung des Kaspischen Meeres
Teilnehmer des Arbeitstreffens mit dem stellvertretenden Minister für Ökologie und natürliche Ressourcen der Republik Kasachstan, Aktau, Kasachstan
Am 23. Dezember 2025 nahmen Vertreter der Republikanischen Öffentlichen Vereinigung „Klimaforschungszentrum“ – Partner der Internationalen Gesellschaftlichen Bewegung ALLATRA in Kasachstan – in der Stadt Aktau an einem Arbeitstreffen mit dem stellvertretenden Minister für Ökologie und natürliche Ressourcen der Republik Kasachstan, Zhomart Aliyev, teil. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Umweltsituation in der Region Mangystau sowie der rasche Rückgang des Wasserstandes im Kaspischen Meer, die in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit große Besorgnis hervorrufen.
Während des Dialogs betonten Vertreter der öffentlichen Vereinigung die Notwendigkeit einer umfassenden Überprüfung aller möglichen Ursachen für den Rückgang des Wasserspiegels. Insbesondere wurde die Frage aufgeworfen, ob es sinnvoll sei, neben klimatischen Faktoren auch geodynamische Prozesse – etwa die Bildung von Brüchen in der Erdkruste, einschließlich solcher auf dem Meeresboden und dem Grund von Seen – zu berücksichtigen, da diese zu Wasserverlusten und abrupten Veränderungen des Wasserspiegels in Gewässerbecken beitragen können.
Der stellvertretende Minister wies darauf hin, dass dem Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen bis heute noch keine endgültige wissenschaftliche Bewertung der Ursachen der Verflachung des Kaspischen Meeres vorliege. Gleichzeitig werden in diesem Bereich systematische und gezielte Arbeiten durchgeführt. So wurde im Jahr 2025 in Aktau die gemeinnützige Aktiengesellschaft „Kasachisches Forschungsinstitut für das Kaspische Meer“ gegründet, deren Schwerpunkt auf umfassenden Studien zur Kaspischen Region liegt.
Während des Treffens wurde besonderes Augenmerk auf Fragen der Zusammenarbeit zwischen der Regierung und der Zivilgesellschaft gelegt. An den Gesprächen nahmen Vertreter der Republikanischen Öffentlichen Vereinigung „Klimaforschungszentrum“ teil und es wurden mögliche Formen der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, die im Bereich Ökologie und Klimawandel tätig sind, erörtert, wie beispielsweise der Abschluss von Memoranden und andere Formen der Partnerschaft. Der stellvertretende Minister erklärte sich bereit, diesen Vorschlag zu prüfen.
Im Rahmen des Treffens wurde dem stellvertretenden Minister der Bericht „ÜBER DIE PROGRESSION. DER NATURKATASTROPHEN AUF DER ERDE UND IHRE VERHEERENDEN FOLGEN“ vorgelegt, der von der Internationalen Gesellschaftlichen Bewegung ALLATRA erstellt wurde. Der Bericht skizziert globale Prozesse, die auf dem Planeten stattfinden, und unterstreicht die Notwendigkeit eines interdisziplinären Ansatzes zur Analyse von Umwelt- und Klimakrisen.

Teilnehmer der Republikanischen Öffentlichen Vereinigung „Klimaforschungszentrum“ stellten den Bericht „ÜBER DIE PROGRESSION. DER NATURKATASTROPHEN AUF DER ERDE UND IHRE VERHEERENDEN FOLGEN“ bei einem Arbeitstreffen mit dem stellvertretenden Minister für Ökologie und natürliche Ressourcen der Republik Kasachstan in Aktau, Kasachstan, vor.
Zum Abschluss des Treffens wurde darauf hingewiesen, dass für April 2026 ein regionaler Umweltgipfel in Kasachstan geplant ist, auf dem Fragen im Zusammenhang mit dem aktuellen Zustand des Kaspischen Meeres und der allgemeinen Umweltsituation in der Region behandelt werden sollen.
Die Teilnehmer des Treffens dankten dem Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen der Republik Kasachstan für seine Dialogbereitschaft, die Offenheit gegenüber wissenschaftlichen Argumenten sowie die Aufmerksamkeit für Initiativen der Zivilgesellschaft und brachten ihre Hoffnung auf eine Fortsetzung der konstruktiven und für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit zum Ausdruck.
Über die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA
Die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA ist eine unabhängige, ehrenamtlich geführte Organisation, die sich der Durchführung groß angelegter Forschungsprojekte in den Bereichen Geodynamik und Umweltfragen widmet. ALLATRA ist bekannt für ihren interdisziplinären Ansatz bei der Untersuchung von Naturkatastrophen, die Förderung internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit sowie ihren Einsatz für die Wahrung der Menschenrechte und grundlegender Freiheiten.
In Anerkennung ihres Engagements für den Schutz der Umwelt und die Bewahrung der Schöpfung erhielt die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA im Jahr 2024 den Apostolischen Segen von Seiner Heiligkeit Papst Franziskus. Im Jahr 2025 erteilte Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. den Apostolischen Segen an die Präsidentin von ALLATRA sowie an alle ehrenamtlichen Teilnehmer der Bewegung.
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