Vertreter von ALLATRA Italien nahmen an einer Wissenschaftsveranstaltung in Mailand teil, die sich mit den Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit befasste

19 April 2026
Vertreter von ALLATRA Italien nahmen an einer Wissenschaftsveranstaltung in Mailand teil, die sich mit den Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit befasste

Am 15. April 2026 veranstaltete das Städtische Aquarium und die Hydrobiologische Station Mailand eine Wissenschaftsveranstaltung mit dem Titel „Mikro- und Nanoplastik: Stand der Forschung und innovative Perspektiven“, die einer der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit gewidmet war – der weitverbreiteten Präsenz von Mikro- und Nanoplastik und deren Auswirkungen auf Ökosysteme und die menschliche Gesundheit.

Die Veranstaltung wurde vom 2023 gegründeten Mikroplastik-Komitee (Comitato Microplastiche) organisiert. Heute vereint das Komitee mit Unterstützung der Mailänder Stadtverwaltung eine interdisziplinäre Gemeinschaft von Forschern, Wissenschaftlern und Fachleuten, die alle daran arbeiten, die Folgen der Plastikverschmutzung zu untersuchen und praktische Lösungen zu deren Reduzierung zu entwickeln.

Die Konferenz wurde von offiziellen Vertretern der Stadtverwaltung eröffnet, gefolgt von einer Grundsatzrede von Dr. Telmo Pievani, Philosoph und Wissenschaftskommunikator. In seinem Vortrag „Das Gewicht der Dinge: Eine kurze Geschichte der anthropogenen Masse“ hob er das Ausmaß des materiellen Fußabdrucks hervor, den die Menschheit auf dem Planeten hinterlässt, und betonte die Bedeutung wissenschaftlich fundierter Informationen im öffentlichen Diskurs.

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war der Einfluss von Mikro- und Nanoplastik auf die menschliche Gesundheit. Professor Claudio Fenizia präsentierte aktuelle Daten zum Eindringen mikroskopisch kleiner Plastikpartikel in den menschlichen Körper und die möglichen biologischen Folgen dieses Prozesses.

Professorin Caterina La Porta untersuchte den Zusammenhang zwischen Wasserqualität, Umweltbedingungen und öffentlicher Gesundheit.

Professor Edoardo Puglisi sprach über die Persistenz von PFAS und Plastikverschmutzungen in der Umwelt.

Eine separate Sitzung war innovativen Lösungen gewidmet. Ingenieur Alessandro Daneu präsentierte Technologien zur Extraktion von Mikro- und Nanoplastik bei der Biomethanproduktion, während Ingenieur Eligio Martini über den Einsatz biologisch abbaubarer PHA-Materialien in der Landwirtschaft und im Industriedesign sprach. Zu den vorgestellten Entwicklungen gehörte eine Lampe aus einem innovativen Kunststoff, der während des Gebrauchs kein Mikroplastik freisetzt. Das Projekt wurde von der Architektin Natasha Calandrino van Kleef zusammen mit Carlo Covini als Beispiel dafür präsentiert, wie wissenschaftliche Forschung in praktische, alltagstaugliche Lösungen umgesetzt werden kann.

Im Rahmen der Veranstaltung führten Journalisten von ALLATRA TV Italien eine Reihe von Interviews mit Konferenzteilnehmern und Referenten. In direkten Gesprächen mit Experten präsentierten Vertreter von ALLATRA Italien einen Analysebericht mit dem Titel “Nanoplastik in der Biosphäre. Von molekularer Einwirkung zu planetarer Krise”. Dieser Bericht zeigt ein systemisches Verständnis der Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf die Biosphäre und die menschliche Gesundhei auf.

Foto oben (von links nach rechts): Claudio Fenizia – außerordentlicher Professor an der Universität Mailand, Immunologe, Experte für die Auswirkungen von Mikroplastik auf das Immunsystem sowie wissenschaftlicher Direktor und Gründer des Mikroplastik-Komitees; Telmo Pievani – Wissenschaftsphilosoph und Evolutionsbiologe, Professor an der Universität Padua, Wissenschaftskommunikator und Experte für Biodiversität und die Anthropozän-Krise. Unteres Foto (von links nach rechts): Alessandro Daneu – Ingenieur mit Spezialisierung auf Energie- und Umweltsysteme, unabhängiger Experte für Abfallwirtschaft, Kunststofftrennungstechnologien und Energierückgewinnung; Dalia Benefatto – Beraterin für nachhaltige Mode und Gründerin von Devalia sowie Expertin für die ökologische Transformation der Textilindustrie und die Erforschung neuartiger Schadstoffe. Die Interviews wurden von Irina Bezverkhnia, Teilnehmerin von ALLATRA Italien, geführt.

Während der Interviews mit den Referenten wurde auch der Dokumentarfilm „Nanoplastik - die unsichtbare Lebensgefahr” vorgestellt, der vom ALLATRA Global Research Center unter Mitwirkung von Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern erstellt wurde. Der Film verdeutlicht das wahre Ausmaß des Plastikverschmutzungsproblems und seine potenziellen Auswirkungen auf Ökosysteme und die menschliche Gesundheit. Er zeigt die Gefahr auf, die diese Partikel für heutige und zukünftige Generationen darstellen.

Foto (von links nach rechts): Caterina La Porta – Professorin am Institut für Allgemeine Pathologie der Universität Mailand, Leiterin der Forschungsgruppe Oncolab; zählt zu den 2 % der weltweit meistzitierten Wissenschaftler (laut Daten der Stanford University) und ist Expertin für die Auswirkungen von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit; Nicoletta Ancona – Kuratorin des Städtischen Aquariums von Mailand, Naturwissenschaftlerin und Expertin für die Auswirkungen von Mikroplastik auf marine und terrestrische Ökosysteme; Natasha Calandrino van Kleef – Architektin und Designerin, Gründerin von NVK Design und Archimuse & Partners sowie Initiatorin des Microplastics Committee; Expertin für nachhaltige Entwicklung und Mitglied der Umweltkommission der Gemeinde 1 der Stadt Mailand. Die Interviews wurden von Irina Bezverkhnia, einer Teilnehmerin von ALLATRA Italy, durchgeführt.

Die Konferenz diente als wichtige Plattform für den interdisziplinären Dialog zwischen Wissenschaftlern, Umweltexperten und Entwicklern innovativer Technologien. Die Teilnehmer betonten, dass verlässliche wissenschaftliche Informationen und internationale Zusammenarbeit eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung eines der größten Umweltprobleme des 21. Jahrhunderts spielen.

Das Team von ALLATRA TV berichtet weiterhin über Initiativen, die das öffentliche Bewusstsein für globale Umweltprobleme schärfen und einen wissenschaftsbasierten Ansatz zu deren Bewältigung fördern.


Über ALLATRA

ALLATRA ist eine unabhängige, ehrenamtlich geführte Organisation, die sich umfassenden Forschungen in den Bereichen Geodynamik und Umweltfragen widmet. ALLATRA ist bekannt für ihren interdisziplinären Ansatz bei der Untersuchung von Naturkatastrophen, die Förderung internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit sowie ihren Einsatz für die Wahrung der Menschenrechte und grundlegender Freiheiten.

In Anerkennung ihres Engagements für den Schutz der Umwelt und die Bewahrung der Schöpfung erhielt ALLATRA im Jahr 2024 den Apostolischen Segen von Seiner Heiligkeit Papst Franziskus. Im Jahr 2025 erteilte Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. den Apostolischen Segen an die Präsidentin von ALLATRA sowie deren alle ehrenamtlichen Teilnehmer. 


Über das ALLATRA Global Research Center

Das ALLATRA Global Research Center (ALLATRA GRC) ist ein internationales Forschungs- und Analysezentrum, das sich mit zentralen globalen Herausforderungen durch umfassende wissenschaftliche Analysen, integrierte Risikobewertungen und die Entwicklung evidenzbasierter Politikempfehlungen befasst. Das Zentrum ist offiziell in den USA registriert und hat dort seinen Hauptsitz. Es ist international tätig, was seine globale Reichweite und seinen interdisziplinären Ansatz widerspiegelt.

ALLATRA GRC betreibt interdisziplinäre Forschung zur Dynamik von Naturkatastrophen, zu Klima- und geophysikalischen Risiken sowie zu den Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf Umwelt und Gesundheit. Darüber hinaus setzt sich das Zentrum für Menschenrechte ein und fördert die interkulturelle Zusammenarbeit. Seine Arbeit verbindet wissenschaftliche Forschung mit strategischer und operativer Führung, um fundierte Entscheidungen auf globaler Ebene zu unterstützen.

Das ALLATRA Global Research Center ist im EU-Transparenzregister unter der Registrierungsnummer REG 1148853102055-15 eingetragen.


Für Presseanfragen kontaktieren Sie uns bitte unter [email protected]