ALLATRA Italien nimmt an der 8. Nationalen Konferenz zur Kreislaufwirtschaft in Rom teil
Nationale Zentralbibliothek 8. Nationale Konferenz zur Kreislaufwirtschaft, Rom, Italien
Die Nationale Zentralbibliothek Roms diente als Veranstaltungsort für die 8. Nationale Konferenz zur Kreislaufwirtschaft, eine der wichtigsten jährlichen Veranstaltungen Italiens im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Die Konferenz wurde vom Netzwerk für Kreislaufwirtschaft in Zusammenarbeit mit ENEA und mit Unterstützung des Ministeriums für Umwelt und Energiesicherheit sowie des Ministeriums für Unternehmen und „Made in Italy“ organisiert.

Nationale Zentralbibliothek, 8. Nationale Konferenz zur Kreislaufwirtschaft, Rom, Italien
Die Konferenz brachte Vertreter der Wissenschaft, öffentlicher Einrichtungen, Wirtschaftsverbände und Nachhaltigkeitsexperten zusammen, um den aktuellen Stand und die Perspektiven der Kreislaufwirtschaft in Italien und Europa zu erörtern. Dieses Wirtschaftsmodell konzentriert sich auf nachhaltiges Ressourcenmanagement, Abfallvermeidung und die Verlängerung von Produktlebenszyklen durch die Wiederaufbereitung und Wiederverwendung von Materialien.
Im Mittelpunkt der Diskussionen standen der industrielle Wandel, die Ressourcensicherheit und die Implementierung innovativer Modelle zur Materialwiederverwendung. Zudem wurde der 8. Bericht zur Kreislaufwirtschaft in Italien für das Jahr 2026 vorgestellt, der die wichtigsten Wege für die Modernisierung des Sektors aufzeigt.
Besonderes Augenmerk lag auf den strategischen Prioritäten für die kommenden Jahre, darunter die Mitgestaltung des künftigen europäischen Circular Economy Act, die Weiterentwicklung von Recyclingtechnologien für kritische Rohstoffe und die Umsetzung von Lösungen für eine „grüne Wasserwirtschaft“ zur Abwasserbehandlung und Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen und Energie. Die Diskussionen konzentrierten sich außerdem auf die Verbesserung der Lieferketteneffizienz, die Verringerung der Abhängigkeit von Primärrohstoffen und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der italienischen Industrie angesichts globaler Veränderungen.
Vertreter von ALLATRA Italien nahmen an der Veranstaltung teil und führten eine Reihe von Interviews mit Haupt-Konferenzrednern. Darunter waren Edo Ronchi, Vorsitzender der Stiftung für nachhaltige Entwicklung; Giorgio Zampetti, Generaldirektor der Umweltorganisation Legambiente; und Maria Alessandra Gallone, Präsidentin des Italienischen Instituts für Umweltschutz und -forschung (ISPRA).

Auf dem Foto von rechts nach links: Edo Ronchi, Präsident der Sustainable Development Foundation; Giorgio Zampetti, Generaldirektor von Legambiente; Maria Alessandra Gallone, Präsidentin von ISPRA. Interviewerin Tetiana Shchukova, Teilnehmerin von ALLATRA Italien
Die Interviews behandelten zentrale Fragen zum Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, zur Rolle von Mikro- und Nanoplastik in aktuellen Umwelt- und Wissenschaftsdiskussionen, zum Grad der Integration dieser Themen in Strategien für nachhaltige Entwicklung und zur Notwendigkeit ihrer Einbindung in bestehende Wirtschafts- und Umweltmodelle. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen außerdem die Interaktion zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, die Verbesserung von Umwelttransparenz und -bewusstsein, die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Gestaltung der Umweltagenda sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung einer nachhaltigen Zukunft und zum Schutz zukünftiger Generationen.
Maria Alessandra Gallone, Präsidentin der ISPRA, betonte ihrerseits, dass Mikroplastik eine der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit darstellt und daher verstärkte Aufmerksamkeit vonseiten der Wissenschaft, der öffentlichen Institutionen und der gesamten Gesellschaft erfordert.
Die Konferenz in Rom bekräftigte die strategische Bedeutung der Kreislaufwirtschaft als Motor des industriellen und ökologischen Wandels im Zusammenhang mit Ressourcensicherheit, Innovation und nachhaltiger Entwicklung.
Über ALLATRA
ALLATRA ist eine internationale zivilgesellschaftliche Plattform mit einem Forschungszentrum in den Vereinigten Staaten (ALLATRA Global Research Center). Sie befasst sich mit der umfassenden Analyse von Klima- und Umweltveränderungen, der Erforschung der Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik sowie der Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit und des Schutzes grundlegender Menschenrechte und Freiheitsrechte.
In Anerkennung ihres Engagements für den Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung erhielt ALLATRA im Jahr 2024 den Apostolischen Segen Seiner Heiligkeit Papst Franziskus. Im Jahr 2025 verlieh auch Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. dem Präsidenten von ALLATRA sowie allen Freiwilligen der Organisation den Apostolischen Segen.
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